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Pflegetipp: Kunststoffzelte

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Die wichtigste Pflege beginnt unterwegs: eine Unterlegplane schützt den Zeltboden vor Schmutz und Beschädigung, ein schattiger Stellplatz vor UV-Strahlen. Nach dem Urlaub kann man das Außenzelt mit einem weichen Schwamm und lauwarmer, milder Seifenlaufe abwaschen. Das Innenzelt nur ausschütteln, beim Fegen oder Wischen läuft man Gefahr, die Beschichtung des Bodens zu beschädigen.

Defekte Nähte, Ösen oder Gestänge sind möglichst schnell zu reparieren, da sich sonst der Schaden schnell vergrößert! Defekte Gestängeteile können zum Beispiel die Gestängeschlaufe aufschlitzen! Bei längerem Nichtgebrauch das Zelt unbedingt trocken einpacken, nur so lassen sich Schimmel und Stockflecken vermeiden. Reißverschlüsse sollte man auf Leichtgängigkeit prüfen. Wenn diese nach einigen Jahren nicht mehr richtig schließen, hilft ein einfacher Trick: mit einer Zange werden die Schieber gegeneinander gedrückt und können nun die beiden Reißverschlussseiten richtig ineinander verhaken. Das Zelt nicht in den Packsack stopfen, denn dann wird der Stoff zu sehr geknickt, was zu Undichtigkeiten führen kann. Die Zeltnähte sind entweder von inne bandversiegelt (hält nicht ewig) oder auch unbehandelt. In beiden Fällen ist es normal, dass es Nahtstellen geben kann, die mit Nahtdichter nachbehandelt werden müssen . Dieser liegt in der Regel den Zelten bei oder ist im Laden erhältlich. Auf silikonbeschichteten Zelten haftet die Bandversiegelung nicht, es muss also gegebenenfalls mit Nahtdichter gearbeitet werden; jedoch kommt über die Nähte auch bei längerem Regen relativ wenig Wasser nach innen, man sollte also erste mal abwarten, ob der Nahtdichter überhaupt nötig ist! Das Zeltgestänge von Zeit zu Zeit auf Beschädigungen und Risse prüfen. Für Reparaturen unterwegs enthält das Zelt eine Reparaturhülse, die über die schadhafte Stelle geschoben und fixiert wird. Nach der Reise sind im Trekkingladen meist einzelne Segmentteile erhältlich. Auch für das Gestänge gilt: einlagern nur in absolut trockenem Zustand! Sollte die Imprägnierung des Überzeltes nachgelassen haben (der Stoff saugt Wasser) kann es mit einem Imprägniermittel nachbehandelt werden. Ist das Zelt undicht (Wasser dringt ein, ist aber kein Kondenswasser) lässt sich eine neue Polymerbeschichtung auftragen. Diese hält aber nicht so lange wie die maschinell aufgetragene Originalbeschichtung und muss in Abständen erneuert werden. (Quelle: Kleine Flucht Darmstadt und http://www.survival-training.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Oktober 2011 um 15:05 Uhr