Pflegetipp: Lederhose

Freitag, den 28. Oktober 2011 um 14:37 Uhr Günter, Christian
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Fusseln, Staub, (Katzen-) Haare und oberflächliche Flecken entfernt man mit Hilfe eines breiten Klebebandes guter Qualität (der Kleber darf sich nicht von der Trägerschicht lösen). Einfach das Band auf die entsprechende Stelle ziehen, fest anrubbeln und abziehen. Flecken auf Lederhosen lassen sich mit einem feuchten Schwamm und etwas Seife entfernen (Shampoo oder Duschgel funktioniert dafür sehr gut). Das Leder muss danach langsam (!) trocknen. Fettflecken sollte man einfach ignorieren, da sie meist von selbst verschwinden. Sie werden nach einiger Zeit vom Leder aufgesogen. Verboten ist in jedem Falle die Verwendung von Drahtbürsten. Wenn sehr speckige Stellen gereinigt werden sollen, eine Gummibürste benutzen. Lederhosen sind grundsätzlich waschbar! Die sicherste Methode zur Vollreinigung ist, die Lederhose in eine gut Lederreinigung zu geben. Doch selbst das ist nicht ganz risikolos, z.B. können Farbveränderungen auftreten.

Bei der Wäsche zu Hause ist je nach Ledertyp zu unterscheiden. Leichte Farbänderungen sind dabei verbreitet. Verboten ist in jedem Fall die Verwendung von warmen oder gar heißen Wasser. Nach einer Heißwäsche hätten Sie dann keine Lederhose, sondern eine schlagfeste Lederskulptur. Lederhosen aus Laponialeder sind mit einem Feinwaschmittel und Weichspüler mit kaltem Wasser sogar in der Waschmaschine waschbar. Einige Hersteller liefern dem entsprechenden Pflegehinweis mit. Hier sollte man bei Lederhosen mit Hosentürl vorsichtig sein, weil die Hersteller manchmal als Unterfütterung des Hosentürls kein Laponialeder verwenden, was dazu führen kann, das dieses Leder ein wenig schrumpft. Hirschlederhosen und Spaltleder-Hosen: Die Lederhose wird mit der Hand unter Zugabe von viel flüssiger Schmierseife gründlich gewaschen und in mehreren Spülgängen gespült. Damit das Leder kein Fett verliert, muss auch bei den Spülgängen immer Schmierseife verwendet werden, besonders viel beim letzten Spülgang. Danach wird das wasser aus der Lederhose herausgedrückt (nicht wringen!) und die Hose an einem nicht zu warmen Ort, auf einem Handtuch zum Trockenen ausgelegt. Die Lederhose muss langsam trocknen, hier ist Geduld angesagt, denn der Trocknungsvorgang dauert einige Tage. Hin und wieder sollte die Lederhose dabei gewendet und in unterschiedliche Positionen gelegt werden (Hosenboden nach untern, Hosentürl nach oben und um gekehrt/Seitennaht nach unten und oben usw.). Die Lederhose sollte zum Trocknen nicht aufgehängt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie sich verzieht. Ist sie trocken, wird das Leder eine gewisse Steifigkeit aufweisen, die durch walken des Leders wieder verschwindet. Empfehlenswert ist, die Lederhose nach dem Waschen mit einem Lederöl, das man mit einem breiten Pinsel aufstreicht, gleichmäßig einzufetten. Dabei keine Panik, die dabei entstehenden „Fettflecken“ verschwinden nach einigen Tagen von selbst. (Quelle: http://lederhosenmuseum.de)

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Oktober 2011 um 15:19 Uhr